Gasdruckfeder für einen Mast

Haben Sie ein Boot mit einem Mast, bei dem Sie den Mast jedes Mal manuell hochstemmen müssen? Eine Gasdruckfeder hilft Ihnen dabei. Aber wie berechnen Sie eine Gasdruckfeder für einen Mast und bestimmen Sie, wie Sie die Gasdruckfeder montieren müssen? Unser Berechnungstool hilft Ihnen beim Berechnen der Gasdruckfeder für einen Mast. Wir bieten Ihnen anhand eines Beispiels eine Erklärung darüber, wie Sie dies erreichen. Nehmen wir an, dass der Mast wie folgt aussieht und die folgenden Größen und Gewicht hat:

Gasdruckfeder für einen Mast: Zeichnung

Der Mast ist 4000 mm lang, hat einen Durchschnitt von 80 mm und am äußeren Ende wiegt der Mast 16 kg (im horizontalen Stand). In diesem Beispiel hat der Mast unten einen Anschlag, kann also nicht weiter als 90 Grad geklappt werden. Außerdem verriegelt sich der Mast, wenn er aufgerichtet ist. Eine Gasdruckfeder für einen Mast hat also vor allem die Aufgabe, beim Hochstemmen des Mastes so zu unterstützen, dass der Mast nicht automatisch nach oben klappt, wenn er horizontal liegt.

Eingabe der Daten

Das Berechnungstool ist eher zur Berechnung von normalen Klappen geeignet, aber eine Anwendung wie ein Mast können Sie mit diesem Berechnungstool ebenfalls berechnen. Die Maße dieses Mastes können, genauso wie bei einer normalen Klappe, in das Berechnungstool eingegeben werden. Die einzutragende Länge ist dann 4000 mm und die Breite ist 80 mm (nämlich der Durchmesser des Mastes). Der geschlossene Winkel ist 0 Grad und der offene Winkel beträgt 90 Grad. Das Scharnier befindet sich nicht am Ende des Mastes, sondern bei 300 mm (nämlich 4000 mm – 3700 mm) vom äußeren Ende aus gesehen. Außerdem befindet sich das Scharnier in der Mitte des Mastes (also genau bei 40 mm des 80 mm Durchmessers). Bei „Position Scharnier“ können Sie mittels eines zusätzlichen Schritts die Position des Scharniers ändern. In Schritt 1 im Berechnungstool geben wir also diese Daten ein.

Gewicht des Mastes

Das Gewicht wurde im Berechnungstool noch nicht geändert. Das Gesamtgewicht des Mastes kennen wir nämlich noch nicht. Dies kann möglicherweise auf der Grundlage eines ähnliches Gewichts des Materials des Mastes, oder indem der Mast demontiert und danach separat gewogen wird, berechnet werden. Das Gesamtgewicht können Sie auch anhand der Daten des Mastes, der am äußeren Ende 16 kg wiegt, berechnen.

Dies ist jedoch alles ziemlich umständlich. Wir können uns dem Gewicht im Berechnungstool auch annähern, indem wir mit der Tatsache arbeiten, dass der Mast am äußeren Ende 16 kg wiegt. Wir sehen jetzt in der Simulation im Berechnungstool (noch bevor Sie auf „Berechnen“ klicken) einen blauen Pfeil mit 11,5 kg, der nach oben weist. Dies ist in unserem Beispiel 16 kg. Das eingegebene Gesamtgewicht bei Schritt 1 war noch 25 kg, da wir dies noch nicht verändert hatten. Der Mast wiegt in der Realität also mehr. Wenn wir das Gesamtgewicht auf 32 kg ändern, steht beim blauen Pfeil 14,7 kg. Das Gesamtgewicht bei Schritt 1 muss also noch größer werden. Auf diese Weise arbeiten wir uns langsam auf 35 kg als Gesamtgewicht zu, denn dann steht beim blauen Pfeil ungefähr 16 kg.

Edelstahl 304 oder 316

Weiterhin müssen wir anklicken, dass wir eine Edelstahl-Gasdruckfeder für einen Mast mit Edelstahl-Anschlüssen benötigen. Als Option kann 304 oder 316 angeklickt werden. 304 ist eine Edelstahlart, die sich für Süßwasser eignet, während 316 auch für Salzwasser geeignet ist. Wenn auf dem Meer gefahren wird, empfiehlt sich also 316 anzuklicken. Nun stimmt alles, was bei Schritt 1 eingegeben wurde, und die Simulation entspricht der Realität.

Die Berechnung

Sie können jetzt bei Schritt 2 auf „Berechnen“ klicken, um die Gasdruckfeder für einen Mast zu berechnen. Das Berechnungstool erstellt eine Berechnung, bei der eine geeignete Gasdruckfeder mit den dazugehörigen Baumaßen angeboten wird.

Die angebotenen Baumaße sind nicht immer möglich. In unserem Beispiel erhalten wir ein D-Maß von 197 mm. Dies passt in der Realität nicht. Wir sehen in der Skizze, dass der Abstand vom Deck bis zum Scharnierpunkt des Mastes 120 mm ist. Das D-Maß muss also kleiner sein. Darüber hinaus müssen wir den „Anschluss Kolbenstange“ in Gelenkauge und Lagerschuh verändern, da wir die die Gasdruckfeder mit einem Lagerschuh am Deck montieren möchten. Die Höhe eines Lagerschuhs bis zur Mitte des Gelenks ist 20 mm (die Skizze mit den Maßen der Anschlüsse können im Konfigurator oder bei Produkten im Shop eingesehen werden). Also muss das D-Maß 120 mm – 20 mm = 100 mm sein.

Wie können wir das D-Maß im Berechnungstool verringern? Indem wir beispielsweise das A-Maß erhöhen. Wenn wir das A-Maß von 882 mm auf 963 mm erhöhen, so wird das D-Maß 100 mm. Dann funktioniert es wieder. Das A-Maß können Sie jedoch nicht ungestraft erhöhen. Die Konsequenz ist, dass das manuelle Hochstemmen des Mastes etwas schwerer wird. In der Simulation sehen Sie, welchen Einfluss dies hat und/oder ob die Situation noch immer möglich ist.

Typ und Kraft Gasdruckfeder

Möglicherweise klicken Sie bei „Kraft“ noch Plus oder Minus an, um die manuellen Kräfte, die benötigt werden, etwas zu verändern. Eine kürzere Gasdruckfeder ist auch machbar. Jetzt hat das Berechnungstool die 14-28-500 ausgewählt. Diese hat einen Hub von 500 mm. Wenn Sie beispielsweise die 14-28-400 (also mit einem Hub von 400 mm) auswählen, verringern Sie die Einbaumaße ab dem Scharnier des Masts ebenfalls. Die berechnete Kraft passt sich auch gleichzeitig an, da eine kürzere Gasdruckfeder mehr Kraft benötigt. Ein Nachteil hiervon ist, dass sich die maximale Kraft, die auf das Scharnier des Masts einwirkt, erhöht.

Hier sehen Sie die Berechnung mit Endergebnis. Achtung: die Gasdruckfeder mit der Kolbenstange nach unten montieren.

Möglicherweise können Sie auch zwei anstatt einer Gasdruckfeder für einen Mast verwenden. An jeder Seite des Mastes eine. Sie sehen hier die Berechnung hiervon als Beispiel.

Film: Gasdruckfeder für einen Mast